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Photo by Laura Chouette on Unsplash


Eine artgerechte, gesunde Ernährung ihrer Tiere ist Haltern wichtig. Doch manchmal kollidiert die natürliche Ernährung des Haustieres mit den Moralvorstellungen des Menschen. So kommt es, dass es mittlerweile veganes Katzenfutter auf dem Markt gibt. Woraus besteht dieses? Deckt eine rein vegane Ernährung den Bedarf einer Katze vollständig ab? Entspricht veganes Katzenfutter der natürlichen Lebensweise einer Katze und schmeckt ihnen das überhaupt? All diese Fragen sowie, welche Rolle das Gewissen des Katzenhalters bei der Ernährung seines Tieres spielt, werden im Folgenden beantwortet.

Zusammensetzung

Veganes Katzenfutter besteht natürlich aus rein pflanzlichen Zutaten. Häufig ist Soja ein Hauptbestandteil. Aber auch Reis, Mais und Weizen sind oftmals in großen Mengen enthalten. Ganz anders sieht es da bei fleischhaltigem Katzenfutter aus. Dieses besteht zum Großteil aus Fleisch. Hier gibt es unendlich viele Katzenfutter im Test. Zwar sind auch pflanzliche Komponenten darin, doch diese sollten nur einen geringen Anteil darstellen. Außerdem müssen sie gekocht sein, da Katzen nur dann in der Lage sind, pflanzliche Stoffe zu verdauen. Selbst dann ist es ihnen nur zum Teil möglich. Als Faustregel gilt, dass Katzenfutter mindestens zu 25 % aus Eiweiß bestehen sollte. Nur so kann das Futter den Bedarf einer Katze decken. Idealerweise besteht es dabei insgesamt aus viel Fleisch und wenig Gemüse und Getreide. Wie gut eine Katze ihr Futter verwerten kann, kann der Halter anhand ihres Stuhlgangs erkennen. Viele, große Haufen deuten darauf hin, dass die Katze auch viel ihres Futters ungenutzt wieder ausscheidet.

Sind in veganem Futter alle essenziellen Nährstoffe enthalten?

Hersteller von veganem Katzenfutter wissen, dass eine Katze ohne bestimmte Nährstoffe in ihrem Futter krank wird. Diese setzen sie ihrem Futter daher künstlich zu. Rein pflanzlich ernährt kann eine Katze nicht so versorgt werden, wie sie es benötigt. Das ist aber auch bei konventionellem Katzenfutter häufig der Fall, da manche Inhaltsstoffe bei der Herstellung verloren gehen. Katzen haben einen hohen Bedarf an Aminosäuren. Sie brauchen außerdem Vitamin A und Niacin. Beides können sie nicht selbst herstellen und sind daher auf die regelmäßige Zufuhr von außen angewiesen.

Die wichtigste Aminosäure für Katzen ist Taurin. Diese können sie zwar selbst herstellen, allerdings nur in so geringen Mengen, dass sie sie ebenfalls regelmäßig durch ihr Futter aufnehmen müssen. Taurin erfüllt verschiedene Aufgaben im Körper. Es ist für die Gehirnentwicklung bei Kitten verantwortlich, fördert den Stoffwechsel und unterstützt die Herzfunktion. Außerdem hält Taurin die Netzhaut gesund und wird für die Aufnahme von Fetten benötigt. Diese Aminosäure findet sich ausschließlich in tierischen Produkten, vorrangig in Fleisch. Sie ist auch in Milch und Eiern enthalten, aber es gibt keine Pflanze mit Taurin.

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Katze vegan ernähren – artgerecht und gesund?

Diese Frage kann ganz klar mit Nein beantwortet werden. Katzen sind Fleischfresser. Anders als Hunde, die für eine gesunde Ernährung durchaus pflanzliche Bestandteile brauchen, kommt eine Katze vollkommen ohne diese aus. In freier Natur frisst eine Katze den vorverdauten Mageninhalt ihrer Beute mit. Erst so kann sie pflanzliche Bestandteile überhaupt verdauen und auch in diesem Fall nicht vollständig. Katzen haben einen extrem kurzen Darm und sind außerdem nicht in der Lage ätherische Öle, welche in Pflanzen zum Teil in großem Mengen vorhanden sind, zu verdauen.

Diese Öle reichern sich in ihrer Leber an. Über längere Zeit können sie zu Vergiftungserscheinungen und ernsthaften Krankheiten bis hin zum Tod führen. Eine vegane Ernährung einer Katze ist demnach weder artgerecht noch gesund. Hinzu kommt, dass es bisher kaum Studien oder Beobachtungen über Langzeitfolgen gibt. Wie schädlich diese unnatürliche Art der Ernährung für Katzen wirklich ist, wird erst die Zukunft zeigen. Dass sie ungesund ist, ist schon jetzt ganz klar durch biologisches Wissen über Katzen zu erkennen. Die Tatsache, dass veganem Futter massenweise Vitamine und Aminosäuren zugeführt werden müssen, um den Bedarf von Katzen decken zu können, spricht ebenfalls gegen diese Art der Ernährung. Naturbelassenes veganes Katzenfutter kann wie gesagt gar kein Taurin enthalten. Ohne Taurin überleben Katzen nicht.

Lassen sich Katze vegan ernähren?

Welches Futter eine Katze gern frisst, kann sehr unterschiedlich sein. Manche Katzen haben ein Lieblingsfutter und würden bei einem Wechsel vor dem vollen Napf verhungern. Andere probieren sich gern durch und scheuen unbekanntes Futter nicht. Durch künstlich zugesetzte Aromen und Geschmacksverstärker kann man Katzen sicherlich ebenfalls neugierig machen. Dennoch jagen viele Katzen zusätzlich, sofern sie die Möglichkeit dazu haben. Sie müssten das nicht, wartet doch bei ihrem Besitzer ein gefüllter Napf auf sie. Katzen sind aber die geborenen Jäger und auch das zeigt, dass eine vegane Ernährung ihnen niemals gerecht werden kann.

Katze vegan ernähren – Alternative für Katzen oder nur für Katzenhalter?

Jedem Tierbesitzer, ganz gleich wie dieser sich ernährt, sollte das Wohl seines Tieres am Herzen liegen. Eine artgerechte Ernährung sollte daher ebenfalls berücksichtigt werden. Wenn der Halter die natürliche Ernährung seines Tieres mit seinem Gewissen nicht vereinbaren kann, so hat sich nicht das Tier seinem Gewissen anzupassen. Er sollte seine emotionalen Bedürfnisse nicht über die körperlichen und damit lebensnotwendigen Bedürfnisse seines Tieres stellen. Ein hochwertiges Katzenfutter, das alle wichtigen Komponenten enthält, muss nicht einmal nach Fleisch aussehen oder danach riechen. Katzen lassen sich auch ausschließlich durch Trockenfutter ernähren, sofern sie ausreichend trinken.

Des Weiteren kann er auf hochwertiges Futter und damit artgerechte Haltung der verwendeten Tiere achten. Handelt es sich bei seiner Katze um einen Freigänger, kann er ohnehin nicht verhindern, dass sie zusätzlich Mäuse oder Vögel erbeutet und frisst. Katzen haben neben ihrem Jagdtrieb außerdem einen ausgebildeten Spieltrieb. Daher ist davon auszugehen, dass sie ihre gefangene Beute nicht schnell töten und fressen, sondern zunächst mit ihr spielen. Wenn das Beutetier sich nicht mehr bewegt oder tot ist, verlieren viele Katzen sogar das Interesse und lassen das tote, bzw. fast tote Tier liegen. Weder ist veganes Katzenfutter daher eine Alternative, noch kann es das Gewissen des Halters bereinigen.

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