Written by 12:23 Gesundheit der Katze, Gesundheit des Hundes, Haustier Ratgeber

Haustier einschläfern lassen

Ein Haustier ist Freund, Familienmitglied und treuer Wegbegleiter durch gute und schlechte Zeiten.
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Photo by Carissa Weiser on Unsplash


Ein Haustier ist Freund, Familienmitglied und treuer Wegbegleiter durch gute und schlechte Zeiten. Aber auch das treueste Tier altert und wird irgendwann gebrechlich oder schwer krank. Von Verschleißerscheinungen der Gelenke und Knochen über Erkrankungen wie Krebs oder Demenz – die Liste ist lang.

Auch wenn man seinem Haustier ein würdevolles Altern ermöglicht, es unterstützt und pflegt – irgendwann kommt der Zeitpunkt zu dem man seinem Schützling einen würdevollen Tod ermöglichen sollte, sondern er nicht auf natürliche Weise eintritt. Den richtigen Zeitpunkt sollte man nicht verpassen und dabei nicht nur an sich und die eigenen Gefühle denken, sondern in erster Linie an das Tier.

Leidet es nur noch und quält sich tagtäglich, sollte man loslassen – auch wenn es noch so schwer fällt. Erhält man den Vierbeiner am Leben tut man dies meist für sich selbst. Für das Tier ist der Tod in vielen Fällen eine Erlösung. Natürlich sollten vorher alle Bemühungen gemacht worden und das therapeutische Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sein. Das Einschläfern von Tieren wird auch als Euthanasie bezeichnet.

Haustier einschläfern lassen und die Schuldgefühle

Viele Haustierbesitzer werden nach ihrer Entscheidung von Schuldgefühlen heimgesucht und machen sich Vorwürfe. Immerhin haben sie ihr geliebtes Tier umgebracht indem sie es haben einschläfern lassen. Oft kreisen die Gedanken auch um die Frage, ob das Tier nicht lieber hätte weiter leben wollen, man konnte es immerhin nicht fragen, es hat einem nicht das Einverständnis gegeben. Hier muss man sich aber klar machen, dass die Schuld größer wiegt, die finale Entscheidung nicht zu treffen. Schuldgefühle sind deshalb keinesfalls angebracht.

Wie viel kostet es, wenn man Haustier einschläfern lässt?

Tierärzte dürfen nicht willkürlich die Kosten für eine Euthanasie festlegen. Als Grundlage dient stattdessen die Gebührenordnung der Tierärzte (GOT). Neben dem Einschläfern in Form einer tödlichen Injektion kommen weitere Kosten hinzu. Medikamente wie Beruhigungsmittel, Anfahrtskosten oder Zuschläge für Nacht und Wochenende. Ist das Tier verstorben können weitere Kosten auf die Besitzer zukommen. Die Entsorgung des toten Tieres oder die Bestattung sollten eingeplant werden. Das Einschläfern eines Hundes liegen bei etwa 100 Euro. Auch 200 Euro sind nicht unüblich. Entscheidet man sich für das Einschläfern in den eigenen vier Wänden, wird es wegen der Anfahrt auf jeden Fall teurer als in der Tierarztpraxis. Für Vierbeiner ist es aber schöner in der vertrauten Umgebung gehen zu dürfen. Die Entsorgung des Körpers kostet etwa 30 Euro. Die Gesamtkosten liegen also schnell bei 300 Euro oder mehr. In Einzelfällen wird es mit bis zu 600 Euro sehr kostspielig. Bei Katzen ist die Euthanasie etwas günstiger. Das Einschläfern kostet rund 50 Euro. Die restlichen Kosten unterscheiden sich hier aber nicht groß.

Haustier einschläfern lassen und die Bestattung

Es steht dem Besitzer frei, den Tierkörper mit nach Hause zu nehmen um ihn dort beizusetzen. Entscheidet man sich für die Bestattung im eigenen Garten gilt es jedoch ein paar Regeln zu beachten. So muss man dafür Sorge tragen, dass die Leiche mindestens einen halben Meter tief unter der Erde liegt und ausreichend bedeckt ist um nicht für andere Tiere zugänglich zu sein, die sie sonst einfach ausgraben könnten. Auch ein Mindestabstand zu öffentlichen Wegen muss gegeben sein, sollte man den Vierbeiner beispielsweise im Vorgarten begraben wollen. Während dieses Vorgehen bei kleineren Tieren in der Regel kein Problem darstellt, muss man es sich bei großen Haustieren vorab genehmigen lassen. Die dafür zuständige Stelle ist das Veterinäramt. Vorsicht ist geboten, wenn das Haustier an einer meldepflichtigen Krankheit gestorben sein sollte. Hier erhält man keine Genehmigung? Außerdem muss das Grundstück grundsätzlich geeignet sein. In Wasser- und Naturschutzgebieten kommt die private Bestattung ebenfalls nicht in Betracht, da hier Böden und Gewässer verunreinigt werden könnten. Unter anderem durch entstehende „Leichengifte“.

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Eine Alternative bieten Tierfriedhöfe. An diesen Orten finden Haustiere ihre letzte Ruhe, auch wenn man keinen Garten sein Eigen nennen kann, der sich für eine Haustierbestattung anbietet. Tierfriedhöfe sind ein weltweites Phänomen. Während sie anfangs noch für fragende Blicke gesorgt haben, sind sie heute fast überall etabliert und eine Überlegung wert, falls ein solcher Friedhof sich in der Nähe befindet.

Um dem Haustier eine würdige Bestattung zu ermöglichen ist es üblich, auf spezielle Särge und Urnen zurückzugreifen die für die kleinen Körper in unterschiedlichen Qualitätsstufen und Preisklassen angeboten werden. Während günstige Ausführungen meist sehr einfach gehalten sind, werden im oberen Preissegment auch Modelle mit hochwertigen und teuren Materialien angeboten, die sehr viele Details wie Verzierungen und Schnitzereien enthalten können und von höchster Qualität sind. Hier findet sich auch für den schmalen Geldbeutel eine annehmbare Lösung. Man kann aber auch große Summen investieren.

Haustier einschläfern lassen und ausstopfen lassen

Immer mehr Halter von Haustieren denken darüber nach, ihr Tier bei sich zu behalten, indem sie es ausstopfen lassen. In der Fachsprache heißt das Präparieren oder Haltbarmachen von Tieren „Taxidermie“. Es gibt eine lange Tradition für die Präparation von Wildtieren. Die klassischen Elchköpfe die als Trophäen in manch einem Wohnzimmer hängen faszinieren sicher nur einen kleinen Teil der Gesellschaft. Jäger die die Tiere erlegt haben zum Beispiel. Für die meisten Menschen ist dies eher befremdlich. Aber was, wenn es um das geliebte Haustier, einen Freund und Begleiter handelt der ein wichtiger Bestandteil des Lebens war? Das Präparieren von Haustieren entwickelt sich seit längerem von einem absoluten Randphänomen zu einer akzeptieren Prozedur die Tierhaltern dabei hilft, die Trauer zu bewältigen.

Die ausgestopften Haustiere müssen vor allem lebendig aussehen. Am besten genau so wie vorher, als sie noch gelebt haben und durch Haus oder Wohnung getobt haben.

Hunde oder Katzen zu präparieren ist zeitaufwändig. Um dem Tier Leben einzuhauchen, muss das Gesicht besonders sorgfältig modelliert werden. Jedes Detail ist wichtig und entscheidet am Ende darüber, ob das Präparat ein seelenloses Tier darstellt oder den Charakter des verstorbenen Haustieres inne hat. Der Tierpräparator benötigt lediglich das Fell des Haustiers, um mit seiner Arbeit beginnen zu können. Fotos helfen ihm dabei, das Wesen des Tiers auf sein Präparat zu übertragen.

Wie hoch die Kosten liegen ist von mehreren Faktoren abhängig. Nicht nur die Größe des Tiers spielt dabei eine Rolle, sondern auch der Aufwand und die individuellen Wünsche des Besitzers. Kleintiere kosten mindestens 100 Euro, Katzen zwischen 300 und 500 Euro. Hunde können bis zu 1000 Euro kosten. Die Preise variieren von Präparator zu Präparator. Es lohnt sich deshalb, mehrere Präparatoren zu kontaktieren und sich ein Angebot machen zu lassen. Bei entsprechender Ersparnis kann es sich auch lohnen, eine größere Strecke zurückzulegen. Man sollte sich das Ganze aber gründlich durch den Kopf gehen lassen. Vielen Haustierbesitzern hilft das konservierte Tier zwar über die schweren Wochen und Monate nach dem Tod des Haustiers hinweg, wird nach dem Trauerprozess oft aber zum emotionalen Ballast.


Das Einschläfern einer geliebten Farbratte ist eine zutiefst emotionale Entscheidung, die oft von schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen oder altersbedingten Leiden diktiert wird. Die enge Verbindung zwischen Menschen und ihren Farbratten macht diesen Schritt besonders herausfordernd. Tierhalter sollten sich in solchen Momenten an erfahrene Tierärzte wenden, die einfühlsam und unterstützend handeln können. Die Entscheidung, ein geliebtes Haustier einschläfern zu lassen, wird in erster Linie im Interesse des Tieres getroffen, um unnötiges Leiden zu verhindern. Das Abschiednehmen von einer Farbratte ist schmerzlich, aber es symbolisiert auch die Liebe und Sorge, die man für das Tier empfindet, indem man sicherstellt, dass es in Würde und ohne Schmerzen gehen kann.

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Schlagwörter: , , , , , , Last modified: 22. November 2023
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