Written by 20:00 Hunderatgeber

Zähne putzen bei Hunden

Auch bei Hunden ist Zahnpflege von großer Bedeutung.
Hundezähne in Nahaufnahme
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Auch bei Hunden ist Zahnpflege von großer Bedeutung. Unsere Vierbeiner sind in besonderem Maße auf gesunde Zähne angewiesen, denn in Verbindung mit einem starken Kiefer dient das Hundegebiss nicht nur der Nahrungsaufnahme, sondern auch zur Verteidigung und der Kommunikation mit Artgenossen. Wie man Zahnfleischentzündungen sowie Zahnstein und Plaque vorbeugen kann, ob man seinem Hund die Zähne putzen sollte und wenn ja wie oft, verraten wir in diesem Beitrag.

Aufbau vom Hundegebiss

Bei der Geburt haben Hunde noch keine Zähne. Jedoch lassen diese nicht lange auf sich warten und in der dritten Woche ist schon der ein oder andere Milchzahn zu sehen. Welpen haben insgesamt 28 Zähne. Um genau zu sein in Ober- und Unterkiefer jeweils sechs Backenzähne, sowie sechs Schneidezähne und zwei Fangzähne. Etwa drei Monate begleitet die kleinen Vierbeiner das Milchgebiss. Über den selben Zeitraum fallen die Milchzähne dann aus und das endgültige Gebiss mit 42 Zähnen bildet sich aus.

Der Zahnwechsel kündigt sich bei Welpen häufig durch Kauen an Einrichtungsgegenständen an. So wollen die kleinen Fellnasen ihre Milchzähne loswerden. Neben Hunden haben unter anderem auch Katzen und Fledermäuse ein Milchgebiss, welches speziell für kleine Kiefer ausgelegt ist. Das endgültige Hundegebiss mit größeren Zähnen begleitet die Tiere nun für den Rest ihres Lebens. Und genau darum ist es wichtig, als Hundehalter möglichst von Anfang an aktiv zu werden, um es gesund zu halten.

Zähne putzen bei Hunden – So geht es

Vorbereitung von Zähne putzen bei Hunden:

Man sollte so früh wie möglich damit anfangen, den Hund an das Zähneputzen zu gewöhnen. Welpen kann man vorbereiten, indem man ihnen regelmäßig das Gebiss öffnet. Später werden sie diesen eher unangenehmen Vorgang wegen der Routine über sich ergehen lassen. Auch der Tierarzt hat es dann einfacher. Hat man es mit einem adulten Tier zu tun kann man auch hier langsam und spielerisch damit beginnen, das Gebiss allmählich zu öffnen bis der Hund sich daran gewöhnt hat.

Einige Vierbeiner sind hier jedoch wenig kompromissbereit und das Zähneputzen wird fast unmöglich. Hier sollte man die Geduld nicht verlieren und ganz langsam und sanft vorgehen – vielleicht gelingt einem auch bei den hartgesottenen Fällen irgendwann der Durchbruch. Auch mit Belohnungen wie Leckerlis zu arbeiten, wäre einen Versuch wert.

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Was braucht man zum Zähne putzen bei Hunden?

Im Grunde nur eine Zahnbürste und Zahncreme. Genau wie bei uns Menschen. Allerdings sollte man spezielle Zahnbürsten verwenden, die für das Gebiss von Hunden konzipiert sind und eine schonende aber gründliche Reinigung ermöglichen. Auch was die Zahncreme angeht gibt es Alternativen zu Spearmint, Minze oder Pfefferminz. Geschmacksrichtungen die für Hunde entwickelt worden sind, machen die Zahnpflege zum stressfreien Unterfangen.

Wie oft sollte man die Zähne von Hunden putzen?

Eigentlich täglich. Entstandener Zahnbelag wird schon nach wenigen Tagen zu Zahnstein und dieser kann oft nur noch vom Tierarzt entfernt werden. Eine Zahnreinigung alle zwei Tage ist aber besser, als gar keine. Und auch wenn man die Zähne nur zweimal wöchentlich putzt ist das besser, als ganz darauf zu verzichten. Gerade bei Hunden die sich mit allen Vieren wehren wenn sie die Zahnbürste sehen und wissen was auf sie zukommt, sehen Hundehalter häufig von einer täglichen Reinigung ab.

Spielzeuge und Leckerlis zum Kauen

Hier sollte man dem Haustier aber Futter und Spielzeuge geben, an denen er ordentlich zu kauen hat. Diese sind aber kein Ersatz für die Zahnpflege mit einer Bürste, sondern eine Ergänzung. Besonders geeignet sind Rinderknochen und Kauwurzeln, aber auch zuckerfreie Alternativen wie Kaustangen aus Entenfleisch oder getrocknetes Hähnchen. Hunde nagen leidenschaftlich darauf herum und setzen so eine natürliche Zahnreinigung in Gang.

Zähne putzen bei Hunden durch Kauen

Außerdem ist das Kauen eine gute Übung zur Kräftigung des Kiefers. Bei Knochen ist darauf zu achten, dass diese nur roh verfüttert werden. Beim Erhitzen gehen nicht nur wertvolle Inhaltsstoffe verloren, sondern auch die Substanz des Knochens wird porös. Was das Risiko erhöht, dass dieser splittert und der Hund sich verletzt. Aus diesem Grund sollte auch auf Knochen von Geflügel und Schwein verzichtet werden. Dentalspielzeug welches die Zähne poliert und das Zahnfleisch massiert, meist aus Hartgummi gefertigt und sollte aus dem Fachhandel stammen, damit sichergestellt ist, damit sich keine Partikel lösen die verschluckt werden könnten.

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Schlagwörter: , , , , Last modified: 8. März 2023
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